Der Reifen ist aus Gummi...

...oder wie ist er eigentlich aufgebaut?

 

 

Reifen sind die am meisten beanspruchten Teile eines Autos und müssen bei jeder Fahrt einiges aushalten. Um möglichst viele Risiken von vornherein auszuschließen und sicher auf den Straßen unterwegs zu sein, muss der Reifenaufbau und das Material stimmen.


Woraus besteht ein Autoreifen und wie ist er aufgebaut?

Außen befindet sich bei einem Reifen die Lauffläche, die in ständigen Kontakt mit der Fahrbahn kommt. Auf dieser Lauffläche befinden sich die Profilrillen, deren Tiefe ständig überprüft werden sollte (lesen Sie hierzu auch: Mindestprofiltiefe) und die Lamellen, deren Stärke sich bei Sommer- und Winterreifen unterscheidet.

Die sogenannte Flanke bietet der Karkasse (dem tragenden Unterbau eines Reifens) ausreichend Schutz. Die Karkasse ist entscheidend für die Festigkeit des Reifens und besteht aus zwei Schichten, die in Gummi eingebettet sind. Durch den herrschenden Innendruck im Reifen bleibt die Karkasse ständig gespannt und hält so den Reifen zusammen.

Zwischen den Karkassen befindet sich eine Wulstfüllung, die aus Stahldrähten besteht. Die Wulst sorgt für eine feste Verbindung zwischen Reifen und Felge.

Die Innenschicht sorgt schließlich dafür, dass die Luft im Reifen nicht nach außen diffundiert.

 

Reifen bestehen zu ca. 40% aus einer besonderen Gummimischung, deren Zusammensetzung sich von Hersteller zu Hersteller unterscheidet und von den restlichen Bestandteilen im Reifen abhängt. Wenn die Gummimischung eine hohe Qualität aufweist, kommt es nicht so schnell zu Abnutzungen oder Beschädigungen aufgrund von Hitze.

Die Mischung besteht zum größten Teil aus Kautschuk, der – je nach gewünschtem Effekt - mit anderen Bestandteilen versetzt wird. So sorgt zum Beispiel das Hinzugeben von Naturharz für eine bessere Bodenhaftung, die beispielsweise bei Ultra-High-Performance Reifen eine große Rolle spielt.

Bei dem Kauf von neuen Reifen ist es von Vorteil, ein wenig mehr Geld in die Hand zu nehmen, da eine hochqualitative Zusammensetzung auf lange Sicht budgetschonend ist. So vermeidet man nicht nur einen höheren Kraftstoffverbrauch und eine hohe Abnutzung, sondern kann auch den Lärmpegel im Auto senken, wodurch sich die Fahrt für alle Insassen deutlich angenehmer gestaltet.


Was tun, wenn mein Reifen platzt? Gibt es sicherere Alternativen?

Durch spitze Gegenstände auf der Fahrbahn kann es immer wieder passieren, dass ein Reifen platzt. Wenn das passiert, kommt ein Fahrzeug ins Schlingern und das kann beispielsweise auf der Autobahn zu verheerenden Unfällen führen. Doch es gibt mittlerweile Alternativen zu herkömmlichen Reifen, die ein solches Ereignis entschärfen können.

Mit sogenannten Runflat-Reifen kann man nach der Luftentweichung noch einige Kilometer weit fahren und so der Gefahr entgehen, die ein plötzlich platzender Reifen mit sich bringt. Doch wie funktioniert diese Technik und warum besitzt nicht jeder Autofahrer Run-Flat Reifen?

Run-Flat Reifen sind so konzipiert, dass selbst bei starkem Druckverlust die Reifenwulst an der Felge fixiert bleibt. In diesem Fall kann der Reifen sich nicht lösen und für eine gewisse Zeit die Form beibehalten. Mithilfe von verstärkten Seitenwänden, die besonders typisch für Run-Flat Reifen sind, kann ein Reifen trotz Perforation funktionieren.

Durch die besondere Wirkung der Run-Flat Reifen bei einer Beschädigung erspart man sich das ständige Mitführen eines Ersatzrades. Das eingesparte Gewicht führt dazu, dass weniger Last auf die Bremsen ausgeübt wird und das Fahrzeug deutlich sparsamer fährt. Gleichzeitig entgeht man einer großen Gefahrenquelle, denn ein unkontrolliertes Schlingern gefährdet nicht nur die eigene Sicherheit, sondern auch die anderer Autofahrer.

Sie fragen sich jetzt vielleicht, warum Sie noch nie von dieser Art von Reifen gehört haben. Der größte Nachteil, den Run-Flat Reifen mit sich bringen, sind die Kosten. Ein Loch in einem solchen Reifen kann nicht repariert werden und ein Wechsel des Reifens kostet oftmals schon mehr als der Tausch und die Reparatur eines normalen Reifens.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, welche Reifenart und -zusammensetzung für Sie am geeignetsten ist, dann sprechen Sie DIE REIFENWECHSLER an. Wir beraten Sie professionell mit dem nötigen Know-How und helfen Ihnen bei der Entscheidung.